Madeira – zwischen Levadas, Genuss und spektakulären Kontrasten

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  • 07.04.2026

Kleine Momente, große Eindrücke

Es gibt Orte, zu denen man einfach gern zurückkehrt – und Madeira ist für mich so ein Ort. Die Insel hat etwas, das mich jedes Mal wieder berührt: die Natur, die Ruhe, die Bewegung und diese besondere Stimmung, die man schwer beschreiben kann. Zwischen Levadas, kleinen Genussmomenten und eindrucksvollen Landschaften sind es oft gerade die einfachen Augenblicke, die mir am meisten in Erinnerung bleiben.

Das war bereits mein dritter Besuch auf Madeira – und diese Insel schafft es immer wieder, mich aufs Neue zu begeistern.

Tony Marketing und Travel Lover

Eine Insel, die hinter jeder Kurve ihr Gesicht verändert

Eine der eindrucksvollsten Touren führte mich von Ribeira Brava über Serra de Água zum Miradouro da Encumeada, weiter nach São Vicente, Ribeira da Janela und schließlich nach Fanal. Was diese Route so besonders macht, ist der ständige Wechsel der Landschaften. Mal blickt man auf tiefe Täler, dann wieder auf wilde Berghänge oder auf die dramatische Nordküste. Und dann ist da plötzlich Fanal, mit seiner fast mystischen Stimmung, seinen uralten Bäumen und diesem ganz eigenen Zauber. Genau dort merkt man, wie vielfältig Madeira eigentlich ist. Die Insel ist nie eintönig, sondern überrascht immer wieder neu.

Madeira zu Fuß erleben – entlang der Levadas und bis nach São Lourenço

Madeira ist für mich eine Insel, die man unbedingt zu Fuß entdecken sollte. Die Wanderung entlang der Levada das 25 Fontes gehört nicht umsonst zu den Klassikern. Wasserläufe, üppige Vegetation und diese ganz besondere Ruhe machen den Weg zu einem echten Erlebnis. Ebenso spannend war ein Levada-Erlebnis mit Pocha-Kurs und anschließender Verkostung. Solche Momente liebe ich besonders, weil man dabei nicht nur durch die Landschaft läuft, sondern zugleich ein Stück lokaler Kultur kennenlernt und schmeckt.

Ein ganz anderer Kontrast wartete dann in São Lourenço. Dort zeigt sich Madeira plötzlich rau, karg und fast dramatisch. Genau diese Unterschiede machen die Insel für mich so faszinierend: morgens sattes Grün im Inneren der Insel, später windumtoste Küstenlandschaften mit fast wüstenartigem Charakter. Wer nach Madeira reist, sollte deshalb auf jeden Fall feste Wanderschuhe mitbringen und sich auf Kleidung für vier Jahreszeiten einstellen. Das Wetter kann schnell wechseln, und genau das gehört hier einfach dazu.

Genussmomente zwischen Ponta do Sol und Funchal

Neben all den Naturerlebnissen hatte Madeira für mich auch kulinarisch und atmosphärisch viel zu bieten. Ponta do Sol war dabei einer dieser Orte, an denen man automatisch langsamer wird. Eine entspannte Stimmung, schönes Licht und dieses unaufgeregte Madeira-Gefühl, das man am liebsten festhalten möchte. In Funchal durfte es dann etwas eleganter werden mit einem Aufenthalt im Savoy Palace, einem Hotel, das Stil, Komfort und Lage wunderbar verbindet.

Kulinarisch bleibt mir vor allem das Restaurant As Vides in Erinnerung. Dort habe ich ohne Zweifel einen der besten Espetada Fleischspiesse der Insel gegessen. Authentisch, kräftig, typisch Madeira – genau so, wie man es sich wünscht. Für mich sind es genau diese Genussmomente, die einer Reise noch mehr Tiefe geben: wenn schöne Orte, besondere Hotels und gutes Essen zusammenkommen und sich zu echten Erinnerungen verbinden.

Ein stilvoller Abschluss im Casa Velha do Palheiro

Zum Abschluss zeigte sich Madeira noch einmal von seiner besonders eleganten Seite im Casa Velha do Palheiro Relais & Châteaux. Dieses Haus hat eine ganz eigene Atmosphäre. Der wunderschöne Garten, die stilvolle Umgebung und der angrenzende Golfplatz verleihen dem Ort eine Ruhe und Klasse, die perfekt zum Ende der Reise passten. Nach aktiven Tagen auf Levadas, spektakulären Panoramarouten und kulinarischen Entdeckungen war das der ideale Rahmen, um Madeira noch einmal in aller Ruhe zu genießen.

Ein ganz besonderes Highlight war dort auch ein kulinarisches Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde: Ich hatte die Ehre, gemeinsam mit dem Chefkoch Gonçalo Bita Bota drei Signature-Gerichte nachzukochen. Es war nicht nur spannend, einen so direkten Einblick in die Küche zu bekommen, sondern auch einfach super lecker. Besonders schön fand ich, dass sich dabei alles um Fenchel drehte. Das passte perfekt zum Ort, denn auch der Name Funchal leitet sich vom portugiesischen Wort „funcho“ für Fenchel ab. So wurde aus diesem Moment weit mehr als nur ein Kochkurs – es war eine genussvolle Verbindung aus Kulinarik, Geschichte und Madeira-Feeling.

Mein Fazit

Was mir von dieser Reise besonders bleibt, ist dieses Gefühl, wie mühelos auf Madeira alles zusammenkommt. Natur, Bewegung, Genuss und besondere Orte greifen hier ganz selbstverständlich ineinander. Genau das macht die Insel für mich so besonders. Madeira ist für mich nicht einfach nur ein schönes Reiseziel, sondern ein Ort, den man mit allen Sinnen erlebt und der noch lange nach der Reise im Kopf bleibt.

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