Japan mit Kindern – eine Reise voller Kontraste, Kultur und kleiner Wunder!
Reisetrends
Travel Lovers
12.02.2026
Ankommen in einem Land, das funktioniert!
Fotos & Text Jeff Wagner
Japan stand schon lange auf unserer Wunschliste, doch irgendwie haben wir die Reise immer wieder aufgeschoben. 2025 hatten wir bereits mehrere Strandurlaube hinter uns und spürten den Wunsch nach etwas Neuem – etwas, das uns kulturell fordert, überrascht und begeistert. Also fiel die Entscheidung endlich auf Japan. Und rückblickend können wir sagen: Es war genau die richtige Wahl.
Schon beim Gedanken an Japan tauchten Bilder in unseren Köpfen auf: antike Tempel, Samurai‑Geschichten, traditionelle Rituale – und gleichzeitig futuristische Städte voller Neonlichter und Wolkenkratzer. Genau diese Mischung macht Japan aus. Und genau diese Mischung hat uns vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen.
Bereits bei der Landung spürten wir, wie unglaublich strukturiert und respektvoll dieses Land ist. Alles läuft geordnet ab, die Menschen sind höflich, hilfsbereit und vor allem Familien gegenüber sehr zuvorkommend. Unsere Route – Tokio, Kyoto, Osaka – war für einen ersten Besuch ideal und können wir uneingeschränkt weiterempfehlen.
Unsere größten Sorgen vor der Reise hatten übrigens nichts mit den Kindern zu tun, sondern mit unseren Tätowierungen. In Japan werden Tattoos noch immer oft mit der Yakuza in Verbindung gebracht. Doch unsere Bedenken waren unbegründet. Niemand hat uns schief angesehen, niemand hat uns darauf angesprochen – ein Thema, das sich schnell in Luft auflöste.
Mit Kindern im Alltag zurechtzukommen, war überraschend einfach. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind sauber, zuverlässig und preislich fair. Einzig die gigantischen Bahnhöfe haben uns manchmal herausgefordert. Wer den falschen Ausgang erwischt, kann schnell mehrere Kilometer Umweg einplanen. Aber selbst das gehört irgendwie zum Japan‑Erlebnis dazu.
Japan war für uns als Familie die perfekte Mischung aus staunender Entdeckung, kultureller Tiefe und Momenten, die uns noch enger zusammengeschweißt haben.
JeffTravel Lover
Tokio – ein perfekter Start
Tokio war für uns der ideale Einstieg. Eine Stadt, die gleichzeitig überwältigt und fasziniert. Shibuya und Shinjuku zeigen das futuristische Tokio in seiner reinsten Form: Neonlichter, riesige Bildschirme, Restaurants an jeder Ecke, Automaten, Roboter – und natürlich die berühmte Shibuya‑Kreuzung, auf der man tagsüber regelmäßig Touristen in Super‑Mario‑Karts vorbeifahren sieht.
Wer es ruhiger mag, findet im Asakusa‑Viertel eine völlig andere Welt. Der Sensō‑ji Tempel mit seinen roten Toren, Räucherschwaden und dem Reinigungsbrunnen hat uns tief beeindruckt. Unsere Tochter spricht heute noch davon, wie sie dort Hände und Mund gewaschen hat, bevor wir den Haupttempel betreten durften.
Auch der Besuch des TeamLab Borderless Museums in Tokio war ein unvergessliches Erlebnis. Ein digitales Kunstmuseum, in dem Licht, Farben und Projektionen zu einer lebendigen Welt verschmelzen. Die Kinder waren völlig fasziniert davon, wie sich Räume ständig veränderten und man selbst Teil der Kunst wurde.
Und wenn der Trubel einmal zu viel wurde, boten die zahlreichen Parks und Gärten eine wohltuende Pause.
Kinder in Japan – willkommen und gut aufgehoben
Unsere Kinder kamen auf dieser Reise voll auf ihre Kosten. Spielplätze gibt es in jeder Stadt, oft an Orten, an denen man sie gar nicht erwartet. Unsere Tochter entwickelte zudem eine fast schon süße „Sucht“ nach den japanischen Spielhallen – bunt, laut, blinkend und für Kinder ein Paradies.
Auch kulinarisch war Japan für die Kinder ein Highlight. Sie liebten das Essen – egal ob Sushi, Katsu oder die unzähligen Desserts, die man an jeder Ecke findet. Besonders die farbenfrohen Süßigkeiten und kreativen Gebäckstücke hatten es ihnen angetan. Für uns war es schön zu sehen, wie offen sie Neues probiert haben.
Ein besonderes Highlight war für unsere Tochter der Katsuo‑Ji Tempel in Osaka, bekannt als „Tempel des Sieges“. Die unzähligen kleinen roten Daruma‑Figuren haben sie magisch angezogen. Sie suchte sich dort ihren eigenen Daruma aus, der heute noch als Glücksbringer neben ihrem Bett steht.
Ein weiterer unvergesslicher Moment war unser Tagesausflug nach Nara, nur eine kurze Zugfahrt von Kyoto entfernt. Dort laufen zahme Rehe frei durch die Parks und Straßen, und man kann sie sogar füttern. Unsere Kinder waren völlig begeistert – für sie war es wie ein Spaziergang durch ein riesiges, lebendiges Märchenbuch.
Kultur, die auch Kinder prägt
Für uns als Eltern war es beeindruckend zu sehen, wie schnell unsere Tochter die japanischen Regeln und Rituale verinnerlichte. Sie lernte, dass man in Metro und Bus leise ist, dass man dort nicht isst oder trinkt und dass man vor dem Betreten eines Tempels oder Hauses die Schuhe auszieht. Diese Selbstverständlichkeit, mit der sie diese Werte annahm, hat uns tief berührt.
Japan zeigt einem auf besondere Weise, wie viel Bedeutung Ordnung, Disziplin, Höflichkeit und Respekt haben – nicht nur gegenüber Menschen, sondern auch gegenüber Dingen und Orten.
Ein Fazit, das bleibt
Japan ist kein klassischer Entspannungsurlaub – weder mit noch ohne Kinder. Aber genau das macht diese Reise so wertvoll. Sie fordert, überrascht, inspiriert und hinterlässt Spuren. Jeder kommt auf seine Kosten: Kinder, die staunen; Eltern, die genießen; Familien, die gemeinsam wachsen.
Für uns war Japan: kontrastreich, inspirierend, unvergesslich. Und ja – wir würden jederzeit wieder mit Kindern dorthin reisen.
Japan mit Kindern – eine Reise voller Kontraste, Kultur und kleiner Wunder!
We love to travel: Maßgeschneiderte Rundreisen für echte Abenteuer
Bei We love to travel ist jede Reise einzigartig, nach deinen Wünschen gestaltet und maßgeschneidert. Mit fundiertem Wissen über jedes Reiseziel erstellen wir exklusive Routen für authentische Erlebnisse. Vergiss die klassischen Wege und entdecke die Welt auf deine Weise.